Ausflug zur Meerwiese

#parkWhereYouWant

Erwachsene schwärmen davon: lange ausschlafen, lecker frühstücken und danach einfach so in den Tag rein leben, mal gucken, was kommt. Ich sag‘ euch was: das funktioniert mit Kindern nicht so gut, und nicht nur, weil (meine) Kinder gerne früh aufstehen…

Allerdings: lecker frühstücken kann man auch mit Kindern, und das haben wir heute auch gemacht, nachdem Levi und ich zum Bäcker und zum Supermarkt gerollert waren, um Brötchen und den Wochenendeinkauf zu besorgen (tatsächlich habe ich gerade nur noch ein paar Kleinigkeiten besorgt, mit Nico im Tragetuch, unter anderem, weil uns beim Pommes essen unerwartet die Mayonaise ausging).

Anschließend empfiehlt es sich aber, in die Gänge zu kommen, irgendeinen Plan zu haben. Sonst zerfasert der Tag schnell, und damit kann ich dann nicht so gut umgehen, also vor allem nicht mit Kindern, die bei schönstem Wetter um mich herum schleichen, während ich den Abwasch mache, und „mir ist langweilig“ maulen oder aber in unbeaufsichtigten Momenten das Hochbeet ausgraben („Guck mal! Ein Regenwurm!“).

Nach dem Mittagessen haben wir uns daher auf zur Meerwiese gemacht. Wir leben autofrei (zu jeder einzelnen Geburt verneinten wir die Frage, ob wir nicht vielleicht jetzt doch ein Auto bräuchten) und haben unsere Kinder deswegen auf unsere beiden Lastenräder verteilt.

Unser Ziel war heute der „Flohmarkt rund ums Kind“ auf der Meerwiese in Coerde.  Meine Frau findet: der schönste Flohmarkt. Bei einem Wetterchen wie heute hat sie da nicht Unrecht. Sie hatte Nico vor der Abfahrt gestillt und das Schaukeln im (gefedert aufgehängten) Maxi-Cosi gefällt ihm offenbar so gut, dass er bislang im Fahrrad immer sofort einschläft, selbst, wenn er eigentlich nicht bester Laune ist.

Papa auf der Meerwiese

In Coerde angekommen packte ich den Lütten direkt ins Tragetuch und abwechselnd, nacheinander oder alle zusammen stürzten wir uns ins Getümmel. Erstanden wurden unter anderem: ein Marienkäfer-Kostüm, ein Prinzessin Elsa Buch (ich habe übrigens vier Söhne), Timmy von Shaun das Schaf, der kleine mit dem Schnuller, der, ginge es nach den drei großen Brüdern, Namenspate für den Jüngsten geworden wäre, ein Rausfallschutz für’s Familienbett und so manches mehr.

Und natürlich: Kuchen. Ohne Kuchen oder Waffeln kann man nicht auf Flohmärkte gehen. Ja, für die Kinder scheinen diese Köstlichkeiten bisweilen der eigentliche Beweggrund zu sein, den Flohmarkt zu besuchen. Tragen wir Eltern da etwa zu bei? „Komm, wir fahren auf den Flohmarkt. Da gibt es auch Waffeln!“ – Äh …. schnell, nächster Absatz.

Dann bewegten wir uns kurz ein paar Meter weiter südlich auf einen anderen Teil der Meerwiese auf den dortigen, schönen Spielplatz mit Piratenschiff, Rutschen und Seilbahn. Ich packte Nico aus dem Tragetuch und ließ mich im Gras nieder, und – oh Wunder – er schlummerte noch eine ganze Weile auf meinen Knien weiter, bevor er sich die Windel voll knallte. Letztes Wort beschreibt den Laut des Geschäfts und ist bewusst gewählt. Augen auf, Bämm, Windel voll, Hallo liebe Eltern, ich bin wach. Bester Laune 🙂

Dort blieben wir dann so lange, dass wir es auf dem Heimweg noch so gerade eben in den Elkline Shop schafften, um noch mehr Hosen aus dem Lagerverkauf abzugreifen (wobei: ich hab‘ nur Kinder wieder in die Räder geladen, hab‘ meine Frau gar nicht gefragt, ob sie (noch mal) zugeschlagen hat…?)

Und dann nach Hause und schnell Pommes in die Heißluftfritteuse. Super Tipp vom Diät haltenden Papa: auf diese Art gemachte Pommes sind super lecker und haben weniger Kalorien als zwei Butterbrote mit Käse. Aber: man darf sich das ganze nicht mit Mayonaise versauen. Seit ich Kalorien zähle, wähle ich Ketchup. Guten Appetit.