Wenn Kinder suchen

Can’t find it

Ihr seht einen Comic von „Fowl Language Comics“, gezeichnet von Brian Gordon. Bisweilen bringt der Herr meine Gefühle so dermaßen auf dem Punkt, dass ich euch wirklich nur empfehlen kann, ihm auf irgendeinem digitalen Weg zu folgen.

Irgendjemand hatte den Ball der Nachbarshunde in die Hecke befördert, und nun ward er nicht mehr gefunden. Mein Sohn Julius hatte die Ballschleuder noch in der Hand, als er mich um Hilfe bei der Suche bat, was meinen Verdacht nährt, dass er den Ball dort hinein geschleudert haben könnte.

Wo genau der Ball in die Hecke gegangen sei, wusste er freilich nicht zu berichten. Auch selbst mal suchen könne er nicht, schließlich wisse er ja nicht, wo der Ball sei. Logisch, oder?

Ein schwacher Trost, dass nicht zuletzt der Comicstrip beweist, dass es auch auf der anderen Seite des großen Teichs und vermutlich überall auf der Welt Eltern so geht, aber nachdem ich anfangs noch probiert hatte, ihm zu erklären, dass „etwas suchen“ meistens damit zu tun hat, dass man nicht weiß, wo das Gesuchte ist, eskalierte ich ziemlich schnell zum wütenden Papa – glücklicherweise fand die Hundebesitzerin den Ball schnell selbst.

Jan-Uwe Rogge (Star-Pädagoge) hat mal auf einer Lesung, die auf CD den Weg in unser Wohnzimmer fand, gesagt, man solle als Eltern auf jeden Fehler, den man am Tag macht, abends einen Schnaps trinken. In diesem Sinne: Prost.