Vom Einkaufen

Auf dem kleinen Wochenmarkt bei uns im Viertel

Mit Nicos Geburt bin ich in Elternzeit gegangen – für zwei Monate. Aber warum eigentlich? Besonders viel Hilfe benötigt meine Frau gar nicht, sie kann das ganz gut. Und stillen kann ich sowieso nicht. Aaaaaaber …

Ich will ja auch Zeit mit meinem Baby verbringen. Und hin und wieder wickle ich das Kind auch. Und ich bringe die drei großen Brüder zur Schule, zur Kita, überall hin. Oder ermögliche meiner Frau, das ohne Säugling im Schlepptau zu tun. Oder mache irgendwas anderes, während meine Frau mit Nico im Gepäck alles übernimmt.

Was ich tatsächlich ganz viel mache, ist einkaufen. Ich habe eine Einkaufszettel App und schreibe mir alles, was leer wird, sofort auf, um es schnellstmöglich wieder zu beschaffen. Denn: wenn man um 17:50 feststellt, dass man für drei hungrige Kinder kein Abendbrot machen kann, weil die Butter fehlt, ist das einfach unpraktisch. Zu unpraktisch für das Unternehmen Großfamilie.

Das kann sogar so aussehen, dass ich mir einen frisch gestillten Nico schnappe und noch Nudeln und Mango-Sorbet kaufen gehe, während meine Frau die Großen ins Bett bringt. Was soll man den bitte ohne ausreichende Nudelvorräte machen, kann mir das mal einer sagen? Untergehen würden wir! Und Parmesan! Keine Nudelvorräte ohne Parmesan.

Kartoffeln und Reis, die Grundnahrungsmittel, habe ich immer da. Ich bin erschreckend oft durch mehrere Geschäfte gelaufen, um Allians – die mit Abstand beste und leckerste Kartoffelsorte – zu kaufen, da sind sich die Experten einig.

Im Kinderwagen ist nicht nur Platz für leere Colaflaschen und Wickelzeug

Und dann darf natürlich mein Skyr-Vorrat niemals ausgehen. Papa ist ja auf Diät, und wenn die ersten beiden Hauptmahlzeiten des Tages einfach zu lecker waren, dann muss man das Abends kompensieren.

Aktuell stehen Paprika, Pilze, Saure Sahne und Schlagsahne, sowie Socken auf dem Einkaufszettel. Socken stehen da schon eine ganze Weile. Meine haben alle Löcher. Es gibt sogar online-Services, die einem regelmäßig neue Socken schicken. Das wäre was für mich, aber ich konnte mich noch nicht dazu durchringen.

Irgendwie ist dieser Artikel zum Ende hin etwas ausgefranst. Zu schade zum Nicht-Posten ist er trotzdem. Und *klicktveröffentlichen*