Natuurcamping De Roos

Wir sind offenbar eine Camping-Familie. Und das nicht nur, weil man es mit vier (Klein-)Kindern einfach schwer hat, passende Appartments oder Hotels zu finden oder gar zu bezahlen, nein, das Zelten ist meiner Frau und mir auch in die Wiege gelegt, wir verbrachten beide viele Familienurlaube auf Campingplätzen.

Baden in der Vechte

Im letzten Jahr hatten uns Eltern aus unserer Kita erstmalig eingeladen, das verlängerte Himmelfahrtswochenende mit ihnen und einigen weiteren Familien auf dem Natuurcamping De Roos in Ommen zu verbringen, und falls jemand sich die Mühe machen will, das Wetter von damals nachzuschlagen: es war ein Volltreffer!

Malerisch im Sonnenuntergang

Wir hatten unsere Zelte alle in der Nähe eines Spielplatzes mit Wasserpumpe – zum Matschen, Trinkwasser gab’s aber auch unweit – aufgebaut und verbrachten ein paar Tage mit der Essenz von Urlaub, denn: in Ommen kann man so gut wie nichts machen, außer sich entspannen.

Es gibt einen klitzekleinen Bio-Laden auf dem Campingplatz, der morgens ab halb neun Brötchen verkauft und ansonsten durch ein ebenso kleines, aber durchaus gut abgestimmtes Sortiment glänzt. Zur Entspannung aller hat er von 12:00 bis 15:30 Uhr Mittagspause und am Abend auch nur bis sieben auf.

Ebenso WLAN: gibt es im Teehaus gratis, jeden Tag von 09:00 bis 12:00 Uhr. Ist in Zeiten des EU-Roamings zwar nicht mehr so wichtig, setzt aber auch ein klares Zeichen: legt gefälligst eure Handys weg und macht Urlaub!

So liegt der Fluss am Abend da

Die Autos bleiben auf dem Parkplatz stehen, nur zum Auf- und Abbau darf man für jeweils maximal vier Stunden auf den Platz. Jede Überschreitung wird sanktioniert. Denn, ihr ahnt es: Autos passen nicht zum Urlaub, den man hier gefälligst zu machen hat.

Die Atmosphäre ist fantastisch. In eine Flussdünenlandschaft mitten im Nirgendwo, umringt nur von Rindern, Wiesen, Wald, dem Fluss und seinem Altarm, der zum Baden dient.

Dieses Jahr haben wir erst nach Nicos Geburt gebucht, da wir abwarten wollten, wie sich der Kleine so macht – wäre er ein „Schreibaby“ wie sein Vorgänger geworden, hätten wir den Urlaub wohl noch nicht gewagt.

Papa und Nico

Aber so hatten wir selbst mit sechs Wochen altem Säugling einen wunderbaren Kurzurlaub.

Das Wetter war so herausragend, dass wir viel Baden waren. Aber auch dazwischen zeigt sich die Natur von ihrer besten Seite. Gelangweilte Kinder? Guckt mal, hier ist eine riesige Raupe! Schwupps, schon sausen sie los und finden noch viele weitere Raupen, Unterhaltung für Stunden. #OutsideIsFree hashtagt man gern.

Kann ich also jedem nur empfehlen. Wenn ihr nächstes Jahr zu Himmelfahrt kommen wollt: unser Stellplatz 170 ist schon gebucht und bezahlt.